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Ich arbeite mit allen Rassen, habe aber momentan nur meine bei mir gezogenen Labradoodle und einen Schäferhund. Gute Konstitution, ein optimaler Gesundheitszustand sowie ein ausgeglichenes Nervenkostüm sind Grundvoraussetzungen, die die Hunde erfüllen müssen. Hunde haben eine angeborene grosse Bereitschaft zur Gruppenbindung und zur gemeinschaftlichen Aktion und so werden die mit in unserer Familie lebenden Hunde schon früh mit kleineren Aufgaben betraut. Durch diese enge Prägung auf den Menschen kann der Hund zu so einzigartigen Leistungen gebracht werden. Die eigentliche Ausbildung eines Blindenführhundes beginnt in der Regel mit einem bis anderthalb Jahren und dauert sechs bis acht Monate. Während dieser Zeit erlernt der Hund ca. 30 verschiedene Kommandos zu befolgen, alle Arten von Hindernissen anzuzeigen (auch solche, die nicht auf seiner Augenhöhe liegen) und zu umgehen, und auf Wunsch Ziele wie Ampel, Bus, Türen, Zebrastreifen, Treppen anzusteuern. Ich beginne die Ausbildung in ländlichem Gebiet, und steigere langsam und kontinuierlich die Anforderungen. Am Ende der Ausbildung ist der Hund dazu in der Lage, im Grossstadtverkehr, in Fussgängerzonen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren sicher zu führen. Auch wird er beim Einarbeitungslehrgang die wichtigsten Ziele seines neuen Besitzers /seiner neuen Besitzerin kennen lernen und ansteuern. Unsere Hunde sind keine sturen Befehlsempfänger, sie sollen selbstständig entscheiden können, z.B. ob es gerade jetzt sicher ist, die Strasse zu überqueren – und gegebenenfalls intelligent den Gehorsam verweigern.
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Dies lässt sich nicht durch Zwang oder Gewalt erreichen, sondern durch regelmässiges Training und unzählige Wiederholungen in den verschiedensten Situationen und Kombinationen. Hunde wollen arbeiten und sie wollen so arbeiten, das sie ihren Besitzer, eben ihren „Leitwolf“ zufrieden stellen. Diese Motivation benutze und fördere ich ein liebes Wort zur rechten Zeit...... Aber auch ein Führhund bleibt ein Hund, und der will genau wissen, wo sein Platz in der Rangfolge des Rudels liegt. So wird durch immer wieder mit einfliessende Gehorsamkeitsübungen das Vertrauen des Hundes verstärkt. Nach der Ausbildung wird der zukünftige Besitzer eingewiesen in das Leben und Arbeiten mit seinem neuen Begleiter. Zu dieser zeitlich und örtlich nicht begrenzten Einarbeitung gehört auch die Einführung in die Fütterung, die Pflege und das Führverhalten der Hunde sowie Informationen über mögliche Hundekrankheiten.
Währendessen lebt der Führhund bei seinem neuen Besitzer. Ist es soweit, das der Blinde sich so führen lässt, dass Dritte und das Gespann im Strassenverkehr nicht gefährdet werden, erfolgt die Gespannsprüfung durch unabhängige, von der Krankenkasse beauftragte Prüfer
Falls eine Nachbetreuung notwendig werden sollte, stehe ich dafür natürlich zur Verfügung. Ist der Hund einmal nicht mehr geeignet, sei es, das er zu alt oder krank ist, kann er, wenn der Besitzer es wünscht, wieder zu uns zurück.
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